Anpassung der Interbanken-Entgelte

bei Debit- und Kreditkarten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums

Nach langer Diskussion stimmte die europäische Kommission dem Angebot von Visa und Mastercard zu, die Interbankenentgelte bei internationalen Transaktionen zu senken.
Es handelt sich dabei um die sogenannten "Interchange Gebühren", die bei jedem Zahlungsvorgang von der Bank des Händlers an die Bank des Karteninhabers fließen. Die Gebührensenkung gilt nur  für internationalen Transaktionen. Diese umfassen Transaktionen bei Händlern in dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), bei denen die eingesetzte Karte des Verbrauchers außerhalb des EWR ausgestellt wurde (z. B. ein US-Amerikaner kauft mit seiner amerikanischen Verbraucher-Kreditkarte bei einem deutschen Händler ein).

Ab dem 19. Oktober 2019 gelten für internationale Transaktionen, die mit einer Verbraucher-Kredit- oder Debitkarte ausgeführt werden, folgende Interchange Gebühren:

Akzeptanzkanal Verbraucher-Debitkarte Verbraucher-Kreditkarte
Stationär 0,20 % 0,30 %
Fernabsatz 1,15 % 1,50 %

Alle weiteren Kostenbestandteile einer internationalen Kreditkartentransaktion bleiben von dieser Änderung unberührt.
Die Gebührendeckelung gilt ab 19. Oktober 2019 und bleibt bis zum 2. November 2024 bestehen.