Was ist eigentlich...?

Die Payment-Branche steckt voller unverständlicher Fachbegriffe, die man als Laie noch nie gehört hat und mit denen man überhaupt nichts anfangen kann. Wir möchten in unserer Lexikon-Abteilung versuchen, einige Begriffe zu erklären und Ihnen die Möglichkeit geben, uns Fragen rund um den Zahlungsverkehr zu stellen.

C

Chargeback

Rückbuchung von Kreditkartentransaktionen

Commercial Cards / Business Cards / Corporate Cards

Firmenkreditkarten

Consumer Cards

Kreditkarten von Privatkunden

D

Debit

Hierbei handelt es sich um eine Karte, bei der Zahlungen sofort vom Konto abgebucht werden, wenn die Karte eingesetzt wird. Auch „normal“ erscheinende Karten ohne Zusatz können von der Bank so ausgestattet sein.

Disagio

Disagio, Damnum oder Abgeld ist im Finanzwesen ein Abschlag vom Nennwert, der bei einer Kreditgewährung oder der Ausgabe eines Wertpapiers oder von Sorten vereinbart werden kann.

domestische Karten

Karten, die im Inland ausgegeben wurden (z.B. aus Deutschland).

E

EEA

European Economic Area

E-Commerce

Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet. Im Bezug auf den Zahlungsverkehr ist hier die Kreditkartenakzeptanz in einem Online Shop gemeint.

EMV

EMV ist die Abkürzung der drei Gesellschaften, die den Standard entwickelt haben (= Europay International, Mastercard und Visa).

Der EMV-Chipstandard kommt bei Zahlungen mit Karten zum Tragen. Dabei wird bei Transaktionen mit z.B. Zahlungsverkehrsterminals im POS-Bereich speziell der Chip der Karte avisiert. Ziel dieses Standards ist die Reduktion von Skimming-Fällen.

G

Gläubiger ID

Um am Lastschriftverfahren teilnehmen zu können, müssen Unternehmen u.a. eine Gläubiger-Identifikationsnummer besitzen. Die Ausgabe der Nummern übernimmt in Deutschland die Bundesbank in Abstimmung mit der Deutschen Kreditwirtschaft (DK).

H

Händlerbank

(auch: Acquirer) Hat mit einem Händler einen Vertrag über die Kartenakzeptanz zu Zahlungszwecken geschlossen, hat eine vertragliche Beziehung zur Kartenorganisation.

I

interregionale Karten / interregional cards

Karten, die außerdem des EWR (Europäischen Wirtschaftsraum) ausgegeben wurden (z.B. Karten aus Amerika).

intra-europäische Karten

Karten, die innerhalb Europas, vor allem aus dem EWR (Europäischen Wirtschaftsraum), ausgegeben wurden (z.B. Karten aus Frankreich).

K

Kartenherausgeber

(auch: Issuer, kartenausgebende Bank) Bank oder andere Finanzinstitution, die eine Zahlungskarte zur Durchführung von Zahlungsvorgängen an den Karteninhaber herausgibt.

Kartenorganisation

Hat weder mit Karteninhaber, noch mit Händler einen Vertrag. Vergibt Lizenzen für das Issuing- und Acquiringgeschäft an Banken und sorgt durch Regularien, technische Formate und Netzwerke etc. für einheitliche Abwicklung, Verrechnung und Kommunikation zwischen den teilnehmenden Banken.

M

Maestro

MasterCard hat für europäische Verbraucher die Chip- und PIN-basierte Bankkarte Maestro entwickelt. Mit Maestro kann in ganz Europa im Handel bezahlt werden.

Mastercard® SecureCode™

Die Umsetzung des Authentifizierungsverfahren "3D-Secure" von Mastercard® für Online-Shops. Spezieller Schutz. Die Zahlung wird mittels zusätzlichem Passwort, zusätzlicher TAN oder per App freigegeben (sog. Zweischritt-Authentifizierung).

Moto

Mail Order / Telephone Order. Kreditkartenakzeptan bei telefonischen und/oder schriftlichen Bestellungen.

N

Non 3D-Secure

Kreditkartenzahlvorgänge im E-Commerce-Bereich ohne die Nutzung des Sicherheitszertifikats "3D-Secure".

P

PEP/PEP Status

Eine politisch exponierte Person.

S

Sicherheitsstandard 3D Secure

Sicherheitsstandard für Kreditkartenzahlungen im Ecommerce-Bereich.

Spezielles Authentifizierungsverfahren um Betrugsrisiken im Internet mit Kreditkartenzahlungen zu reduzieren. Siehe auch „Mastercard® SecureCode™“ und „Verified by Visa“.

V

V PAY

Visa hat für europäische Verbraucher die Chip- und PIN-basierte Bankkarte V PAY entwickelt. Mit V PAY kann in ganz Europa im Handel bezahlt werden.

Verified by VISA

Die Umsetzung des Authentifizierungsverfahren "3D-Secure" von VISA für Onlineshops. Spezieller Schutz. Die Zahlung wird mittels zusätzlichem Passwort, zusätzlicher TAN oder per App freigegeben (sog. Zweischritt-Authentifizierung).

W

Wirtschaftlich Berechtigter

Wirtschaftlich Berechtigter ist die natürliche Person, in deren Eigentum oder unter deren Kontrolle der Vertragspartner letztlich steht, oder die natürliche Person, auf deren Veranlassung eine Transaktion letztlich durchgeführt oder eine Geschäftsbeziehung letztlich begründet wird.